Gruppenübergreifende Stellungnahme bzgl. der Vorwürfe des AK 8. Mai gegen die Gruppen der Kampagne „Make racist afraid again“

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15965815_1840621636209448_1461711861536084791_nDieser Text ist eine Klarstellung in der Debatte um die Sprühaktion gegen Free’s Bude. Er richtet sich einerseits an eine interessierte Öffentlichkeit, andererseits an diejenigen, deren Ziel es zu sein scheint, die Frankfurter Linke zu sabotieren und zu denunzieren, wie auch deren Bündnispartner*innen.

Die hier unterzeichnenden Gruppen sind sicherlich in ihren Ansichten, Positionen und Aktionen unterschiedlich – teilen aber das gemeinsame politische Projekt, die befreite Gesellschaft.

I. Eine Sprühaktion ist kein Anschlag. Die Aktion wurde, namentlich von AK 8.Mai, Zusammen e.V sowie Teilen der ANK, aufgebauscht und in den Kontext von rassistischen Brandanschlägen gestellt. Nach dem Prinzip der Kontaktschuld wird, durch die genannten Gruppen, ein Zusammenhang zwischen der Aktion, Antifa United Frankfurtund schließlich „der Antifa“ als Ganzes hergestellt. Sie setzen Islam und Salafismus gleich und solidarisieren sich mit einer reaktionären Strömung, um Frankfurer Antifaschist*innen mit Rassist*innen gleichzusetzen.

II. Kritik wurde in unsolidarischer Art und Weise geäußert. Während in dem Bekenner*innenschreiben niemals Antifa United Frankfurt genannt wird, konstruieren AK 8.Mai, Zusammen e.V und Teile der ANK eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Bündnis und dem Schriftzug an Free‘s Bude. Dies ist eine Denunziation, die mit einer kritisch-solidarischen Auseinandersetzung nichts mehr zu tun hat. Mit Gruppen, die Andere denunzieren, arbeiten wir nicht zusammen.

III. Antifa United Frankfurt hat unter dem Motto „Make racists afraid again“ zu einer Kampagne gegen Nazis und Rassist*innen aufgerufen. Es handelt sich dabei um eine offene, autonome Kampagne, an der sich verschiedene Gruppen, Zusammenhänge und Einzelpersonen beteiligten. Es gibt keine zentrale Koordination oder Verantwortlichkeit für die einzelnen Aktionen, was eine kritische Bezugnahme nicht ausschließt. IV. Politische Aktionen, insbesondere militante, müssen inhaltlich begründet und ordentlich recherchiert sein. Dies muss das gesellschaftliche Klima und den politischen Kontext, hier den grassierenden antimuslimischen Rassismus und, im internationalen Rahmen, die konterrevolutionäre Rolle der islamistischen Bewegung, mitbeachten. (Als Beispiel solidarischer Kritik verweisen wir auf den Text von Recherche Rhein Main zum Tag an „Free’s Bude“ https://linksunten.indymedia.org/en/node/204240)

V. Die Kritik an Religion ist eine linke und aufklärerische Selbstverständlichkeit, die an den Verhältnissen ansetzt, die Religionen immer wieder hervorbringen. Dabei geht es nicht um die private Religionsausübung, sondern um den politisch-fundamentalistischen Ausdruck, der vollkommen inkompatibel zu linken Ansätzen ist. Wer sich mit religiösen Fundamentalist*innen wie z.B mit Islamist*innen, solidarisiert, verabschiedet sich aus jedem linken Konsens. Die Unterstellung, unsere Anliegen seien rassistisch, weisen wir aufs Schärfste zurück.

VI. Das Verhalten vom AK 8. Mai, Zusammen e.V. und Teilen der ANK beweist erneut, dass sie an der notwendigen Zusammenarbeit gegen Rassismus, Faschismus und Fundamentalismus nicht interessiert sind. Ihre Vorgehensweise ist unverantwortlich und unsolidarisch. Durch das Verlassen jeder methodisch sowie politisch akzeptablen Grundlage haben sie sich endgültig aus der Linken verabschiedet. Dies betrifft unsere Antirepressionsstandards sowie ihr Verhältnis zu Reaktionären.

Mit diesem Text ist für uns alles gesagt. Es wird von uns diesbezüglich keine weitere Stellungnahme, keine weitere Reaktion auf Texte und Provokationen mehr geben. Wir werden uns weiter dem Kampf gegen Faschist*innen und Rassist*innen, gegen Kapital und Patriarchat widmen.

Unterzeichnende Gruppen: fantifa.frankfurt, Linke Liste Frankfurt, YA Basta Rhein Main, Siempre* Antifa, turn*left Frankfurt, faites votre jeu, Internationales Zentrum Frankfurt, Antifa Kritik & Klassenkampf, kritik & praxis – radikale Linke [f]rankfurt, ADHK Frankfurt, Rote Hilfe – Ortsgruppe Frankfurt, ÖkoLinX-Antirassistische Liste, AK.069, Leftwing Rheingau

Falls ihr auch als unterzeichnende Gruppe aufgeführt werden möchtet, schreibt eine E-Mail an: mail@antifa-united.com zukommen.

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