wir unterstützen…

Frankfurt – kein Platz für Verschwörungsideologien!

Kundgebungen von Stöckl, Mund und Co. stören! #ffm1605

Seit einigen Wochen finden unter dem Namen “Hygienedemos” bundesweite Demonstrationen statt, welchen sich stellenweise von Woche zu Woche mehr Menschen anschließen. So auch in Frankfurt: hier fanden sich anfangs rund um den extrem rechten YouTuber und Verschwörungsideologen Henryk Stöckl eine handvoll Leute zusammen und versuchten, über Schilder, Verkleidungen und hauptsächlich einen Live-Stream ihre Verschwörungsideologien zu verbreiten. Am vorletzten Samstag (2.5.2020) folgte eine Versammlung von ca. 30 Anhänger_Innen kruder Verschwörungsideologien an der Frankfurter Alten Oper. Sie versuchten, neben ihrer Versammlung eine Demonstration durchzuführen. […] mehr lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir unterstützen die 1. Mai Initiative Frankfurt

Heraus zum revolutionären 1.Mai 2020

Gruß an unsere Freunde …

Auch diese Geschichte fängt an, wie alle Geschichten gerade anfangen. Es geht um Krankheit, Betroffenheit, Solidarität, darum, wer arbeitet und wer nicht, alles im Kontext der allgegenwärtigen Pandemie. Es ist jedoch nicht dieselbe Erzählung, wie wir sie auf allen Kanälen hören, die alle gerne nacherzählen und wo jede*r ein wenig mitschreiben möchte, durch Klatschen, Trompeten auf dem Balkon oder das Nähen von Masken. Gemeint ist eine Geschichte, in der wir alle in das gleiche Boot gesetzt werden, im Angesicht des Virus mit den vermeintlich gleichen Problemen zu kämpfen haben. Es ist wie immer mit guten Geschichten, jede*r weiß, dass sie so nicht ganz stimmen, man möchte sie aber trotzdem gerne glauben. Wir sitzen nicht im selben Boot, nicht als Weltgemeinschaft, nicht in Europa oder in der BRD. Die einzigen, die gerade in einem Boot sitzen, ersaufen beim Versuch, nach Europa zu gelangen, um der nie enden wollenden Tragödie ihres Lebens zu entfliehen. Doch diese Menschen sind nicht Teil der Geschichte, die gerade überall erzählt wird, auch wenn sie es sein sollten.

Wir hingegen sollen uns als Teil der Geschichte fühlen, die wieder nicht von uns selbst, sondern von jenen erzählt wird, die es sich nicht leisten können, dass wir selber unsere Geschichte lautstark in die Welt tragen.Unsere Geschichte ist nicht neu, und es gibt keinen besseren Tag, um sie wieder und wieder zu erzählen, als den 1. Mai.

Der Coronavirus zeigt vor allem wieder einmal, dass wir nicht gleich sind. Zumindest nicht in dem, was wir tun und in dem, wie wir deshalb leben müssen. Während einige – trotz virueller Gefahr – weiter zur Arbeit gehen, um die gesellschaftliche Grundversorgung zu sichern, danken es ihnen andere mit Applaus. Parallel zum fünfminütigen Applaus vom sonnigen Balkon wird die maximale Arbeitszeit auf 12 Stunden erhöht.

Wenn die Tagesschau eine alleinerziehende Krankenpflegerin als Heldin des Alltags vorstellt, kehrt diese zur selben Zeit nach 12 Stunden Arbeit zu ihren drei Kindern in die Zwei-Zimmer-Wohnung am Rande der Stadt zurück. In 9 Stunden beginnt die nächste Schicht. Es ist kein Geheimnis, wer den Löwenanteil zur Bekämpfung der Krise leistet, und wenn wir ehrlich sind, ist es auch kein Geheimnis, wer sie bezahlen wird. Nicht nur die Pfleger*innen in den Wohnheimen, die Reinigungskräfte in den Krankenhäusern oder die Kassierer*innen an der Supermarktkasse, auch jene, die ihre Jobs verloren haben, in Kurzarbeit gezwungen wurden oder auf Teile ihres Gehalts verzichten sollen. Auch die Gefangenen in den Knästen, die keinen Besuch mehr empfangen dürfen oder die, denen das Leben in der Stadt schon zu teuer ist und die so auf die Straße getrieben werden, zahlen: Sozialleistungen werden gekürzt, Hilfseinrichtungen geschlossen, Grundrechte abgebaut. Auch das Kurzarbeiter*innengeld kommt letztlich aus denselben Sozialkassen, in die wir alle seit Jahren zahlen: So bezahlen wir auch dieses noch selbst.

Ihr arbeitet nicht nur in den sogenannten systemrelevanten Berufen, seid täglich der gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt, sondern ihr bezahlt mit eurer Arbeit auch den Rettungsschirm, der über Unternehmen aufgespannt wird, bei denen ihr selbst angestellt seid.

Wir wissen, dass ihr seit Jahrzehnten um gerechte Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen streitet. Nicht alle, die in der Vergangenheit und der Gegenwart am 1. Mai als Tag der Arbeiter*innen für eine andere Gesellschaft streiten, tragen die gleichen Kämpfe aus, stellen sich aber dennoch in verschiedenen Kontexten gegen die gegenwärtige Ungerechtigkeit. Auch wenn wir nicht unter den gleichen Bedingungen arbeiten, leben oder kämpfen, so müssen wir doch erkennen, dass der Kontext unserer Kämpfe der gleiche ist: Wir werden nicht länger hinnehmen, dass die Krise auf unserem Rücken ausgetragen und uns dabei unsere Selbstbestimmung genommen wird. Lasst uns der  hohlen Phrase von „Solidarität“, dem Klatschen, dem Läuten der Kirchenglocken, den Konzerten auf dem Balkon usw. wieder ihre eigentliche Bedeutung geben. Lasst uns unsere Solidarität wieder kämpferisch auf die Straße tragen!

Und doch sollen wir jetzt alle darauf verzichten, diese andere, unsere Geschichte zu erzählen. Jeder emanzipatorische Protest, der sich weiter als einen Meter vom heimischen Bildschirm entfernt, wird als Gefahr gebrandmarkt. Als Gefahr durch den Virus, aber auch und vor allem, weil wir am 1. Mai in historischer Kontinuität die Harmonie jener angreifen, die sich erdreisten, dieses Boot steuern zu wollen, in dem wir alle in Eintracht sitzen sollen. Die Krise war schon immer eine Methode um zu regieren. In deren Schatten Fakten geschaffen werden, in deren Rahmen die dünne Schicht der bürgerlichen Grundrechte, getarnt als Soforthilfen, durchbrochen werden können: Der Datenschutz wird ausgehebelt, die Arbeitsrechte aufgeweicht und die Bundeswehr ist im Inland im  Einsatz.

In der Anwendung des Abstandsgebots zeigen sich deutlicher denn je die Gesetze der gesellschaftlichen Selektion: Home Office für das Management, ungeschützte Maloche auf Baustellen, in Lagerhallen, den Pflegeheimen, in Geschäften für arbeitende Klasse sowie die Zwangsinternierung von Geflüchteten. Während Protest sanktioniert wird, sollen wir auf engstem Raum zusammen arbeiten. Diese Priorisierung spricht Bände darüber, welche Position uns innerhalb der Gesellschaft zugestanden wird.

So ist die Krise für die einen ein Moment der Möglichkeiten und für die anderen eine Existenzbedrohung. Und für uns sollte sie nur ein Grund sein, lauter zu sprechen – uns nicht beirren zu lassen, echte Solidarität zu zeigen und weiter zu kämpfen!

Der 1. Mai ist der beste Tag, um unsere eigene Geschichte zu erzählen, und wir sind die einzigen, die darüber entscheiden, wie und wann wir sie erzählen.

Fangen wir an: Klassenkampf kennt keinen Shutdown!

Eure Krise: Nicht auf unserem Rücken!

Gegen Prekarität, Privatisierung und Zwei-Klassen-Medizin

Tragt Mundschutz und Handschuhe! Schützt euch!

Revolutionäre 1.Mai Demonstration: 11 Uhr, Braubachstraße zwischen Römer und Paulsplatz, Frankfurt

 

Für eine linksradikale Israel-Solidarität! 

Wir unterstützen den Text der Gruppe 8. Mai 

„[…] Wir suchen dabei kein neues Heimatland in Israel – unsere Solidarität ist nicht-identitär, denn wir sind keine israelischen Bürger_innen oder Fans dieses Landes, sondern leben als Communist_innen in und gegen Deutschland. Zugleich ist unsere Solidarität mit Israel bedingungslos: weder verklären wir das israelische Essen und Nachtleben noch loben wir die lebendige Demokratie oder besondere Toleranz der israelischen Gesellschaft. Auch betreiben wir keine Außenpolitik-Simulation oder wollen als Militärberater_innen bei der IDF anheuern. Ganz nüchtern geht es einzig und allein um diesen Punkt: dass Auschwitz nie wieder sei, und Israel sich, solange es nötig ist, gegen seine antisemitischen Feind_innen verteidigen kann. Dieses Vorhaben versuchen wir, durch den Angriff auf den deutschen Antisemitismus in all seinen Formen zu unterstützen. Die Linke sollte diesen Kampf als selbstverständlichen Teil ihres Kampfes gegen Rassismus, Kapitalismus und für eine bessere Welt, in der man als Individuum „ohne Angst verschieden sein kann“ (Theodor W. Adorno), verstehen.
Am längsten lebe Israel – Deutschland das Existenzrecht entziehen!“ mehr lesen

Israel-Solidarität_Gruppe 8. Mai

 

Gegen den Christus Treff in Marburg

Der Christus Treff möchte mithilfe einer Bieter_innengemeinschaft den alten Lokschuppen im Nordviertel von Marburg kaufen und ein „Kultur- und Begegnungszentrum“ errichten. Dabei treten sie nicht offen auf, sondern verstecken ihre Identität hinter der Firma Schneider GmbH & Co KG, einem Hersteller von optischen Geräten aus Fronhausen. Angedacht ist auf dem großen Gelände u.a. eine Halle für mehrere hundert Besucher_innen, studentisches Wohnen und ein „Erlebnisbereich für Kinder“. Der Christus Treff gehört zu den evangelikal ausgerichteten christlichen Gemeinschaften, die erzkonservative Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen mit politischem Sendungsbewusstsein verbinden. Roland Werner, Mitbegründer und langjähriger Vorstand, ist ein evangelikaler Theologe, welcher besonders für seine Überzeugung Homosexualität sei „überwindbar“ bekannt ist und der sich selbst hierfür als praktisches Beispiel anführt. Mit dem Lokschuppen würde dann bereits die dritte Räumlichkeit durch den Christus-Treff in Marburg bestehen, am Richtsberg existiert bereits ein Begegnungsraum und in der Oberstadt das „Café Kontext“, in dem die Gemeinschaft für ihre reaktionären Inhalte wirbt. Derzeit sind die Chancen, dass der Christus Treff den Zuschlag erhält – insbesondere aus monetären Gründen -, ziemlich hoch. Der Auswahlprozess läuft aber noch.

Am 6. Juni findet ab 19:30  in der Barfüßerstraße 50 in Marburg eine öffentliche Info-Veranstaltung zum Lokschuppenverkauf statt.

Es soll also ein bisher öffentlich genutzter Raum zu einem Raum umfunktioniert werden, in dem Homo- und Trans*feindlichkeit und Antifeminismus propagiert werden.

Wir glauben, dass der Umgang der Stadt mit dem Versuch des Kaufs des Lokschuppens durch den Christus Treff aus den verschiedensten Perspektiven kritisiert werden kann. Sei es, da religiösem Fundamentalismus Raum gegeben wird, da anscheinend nur nach finanziellen Gesichtspunkten und nicht nach dem Interesse der Bewohner_innen der Stadt Marburg entschieden wird oder aus anderen Gründen.

Wir würden uns freuen, wenn verschiedenste Gruppen, Einzelpersonen und Institutionen Stellung zu diesem Sachverhalt beziehen würden und eine Öffentlichkeit geschaffen würde, in der die Kritik am Christus Treff und an dem Vorgehen der Stadt Gehör findet. Daher fordern wir euch auf, euch zu überlegen, ob ihr wollt, dass im Lokschuppen ein Zentrum für christlichen Fundamentalismus, Sexismus und Homo- und Trans*feindlichkeit entsteht. Sollte die Antwort „Nein“ lauten, gibt es eine Menge Optionen, um dies öffentlich zu machen. Eine Auswahl dieser ist: 1) Schreibt eine Stellungnahme oder Pressemitteilung und macht diese publik. Idealerweise schickt ihr sie auch an noplace@riseup.net, dann können wir sie auch auf den Blog stellen. 2) Es wird eine Demonstration geben (Infos folgen). Kommt zu dieser Demonstration und zeigt der Stadt, dass ihr nicht damit einverstanden seid, dass menschenverachtenden Ideologien Raum gegeben wird. 3) Kommt zu der öffentlichen Info-Veranstaltung, stellt dort Fragen und kommuniziert euren Widerspruch.

Erreichen könnt ihr uns unter noplace@riseup.net.

Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus!

Das noplace-Bündnis

MY BODY – MY CHOICE. Demonstration in Kassel am 19. November 2016

mybodymychoice_flyer_endAm 19.11.2016 veranstaltet das Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG), ein Netzwerk christlich-fundamentalistischer Initiativen, Beratungsstellen und Gruppen, das „Lebensrecht-Forum“. Diese Veranstaltung findet zwei mal jährlich im Friedenshof in Kassel statt und dient deren Vernetzung und Weiterbildung.

Die vermeintlichen LebensschützerInnen vertreten ein extrem reaktionäres Weltbild: Sie propagieren die heterosexuelle Kleinfamilie, in der Frauen* die ¨natürliche¨ und ¨gottgegebene¨ Aufgabe haben, Mutter zu sein. Sie werden als lebensschenkendes Objekt stilisiert und damit auf eine Gebärfunktion reduziert. Schwangeren Menschen* wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen, indem Abtreibung als Mord dargestellt wird. Zusätzlich zu diesen sexistischen, homo- und trans*feindlichen Positionen wird immer wieder ein völkisches und nationalistisches Selbstverständnis vertreten.


Dies steht im Kontext einer verstärkten Mobilisierung auf Seiten christlich-fundamentalistischer, reaktionärer und nationalistischer Gruppierungen. Die Positionen vermeintlicher „Lebensschutz“gruppen werden zum Beispiel in den aktuellen Protesten gegen den hessischen Lehrplan oder im Wahlprogramm der AfD sichtbar. Auch hier wird ein reaktionäres Familienbild propagiert und gegen LGBT*IQ-Personen und emanzipatorische Sexualpädagogik gewettert.

Wir werden am 19.11.2016 in Kassel auf die Straße gehen um gegen die AbtreibungsgegnerInnen zu protestieren. Denn was wir mit unseren Körpern tun oder lassen, ist alleine unsere Entscheidung. My body – my choice!

Wir fordern:
– die Anerkennung nicht-heterosexueller Lebensweisen
– sexuelle Selbstbestimmung aller Geschlechter und eine emanzipatorische Sexualpädagogik
– Straffreiheit bei Abtreibung/ Abschaffung des §218 StGB (Schwangerschaftsabbruch)
– kostenlosen und rezeptfreien Zugang zu Verhütungsmitteln und der „Pille danach“

Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat!
Wir klatschen Applaus, Deutschland stirbt aus!

mehr Infos

Gegen die sog. „Demo für alle“ am 30.10.2016 in Wiesbaden

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Unter dem Slogan »Demo für Alle. Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder« versucht am 30. Oktober in Wiesbaden ein Bündnis aus AntifeministInnen, Konservativen, christlichen FundamentalistInnen, »besorgten Eltern« und Nazis auf die Straße zu gehen. Das traditionelle Leitbild der Familie als »Keimzelle der Nation« und die Ideologie einer »natürlichen« Zweigeschlechterordnung machen neue und alte Rechte anschlussfähig bis weit in die »Mitte« der Gesellschaft. […] mehr lesen

Gegen 1000 Kreuze: 19. März 2016 (Münster)

1000kreuze

Wieder werden fundamentalistische Christ*innen mit weißen Holzkreuzen bewaffnet durch Münster ziehen, um betend, singend und schweigend ihre Verachtung gegenüber allem auszudrücken, was nicht ihrem Weltbild  entspricht. Der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug‘richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen.  Darüber hinaus lehnen sie Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten ab.  Ihr Kampf um reproduktive Rechte dient als Kristallisationspunkt für eine umfassende konservative Kulturkritik an der Gesellschaft. Durch das Aufgreifen von Themen der Familienpolitik und Sexualmoral und das Schüren von Angst vor dem Aussterben des “weißen‚ deutschen Volkes”  produzieren und bedienen fundamentalistische Christ*innen zudem konservative bis extrem rechte völkische Gesellschaftsbilder. Alles wie jedes Jahr? Nein.   Auch dieses Jahr bietet der Kreuze-Marsch wieder 1000 Möglichkeiten für Gegenaktionen: Nehmen wir ihnen die Meinungshoheit – nehmen wir ihnen die Straße! Ab 14.30h freuen sich die fundamentalistischen Christ*innen sicher über störenden Zuwachs in ihrem Marsch, oder aber über eine kreative Begleitung. Entert ihren Marsch – aber überlegt euch vorher gut, was ihr euch vorstellen könnt und geht nicht unvorbereitet in die “Hölle”. Nutzt die Möglichkeiten der Stadt, bildet Banden, seid kreativ und werdet aktiv! Es wird Anlaufpunkte und (Mitmach-)Aktionen geben. Achtet auf weitere Ankündigungen auf gegen1000kreuze.blogsport.de
Wir sehen uns im März auf der Straße! Machen wir was aus dem Tag!
„Gegen jeden Fundamentalismus – nieder mit Jesus und für den Feminismus!“

„Erziehung nach Auschwitz“ und der Lehrberuf

„Appell – an die Kultusministerkonferenz, die Wissenschaftsministerien der Länder, das Bundeswissenschaftsministerium sowie alle Universitäten und Hochschulen in Deutschland
 Warum die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit – den NS-Verbrechen, der NS – Ideologie und der NS – Pädagogik – ihren festen Platz im Studium der Erziehungswissenschaften haben sollte“
Der Appell ist hier zu finden:

Appell mit Erstunterstützer*innen:
appell_erziehung-nach-auschwitz-1-erst-unterzeichner_innen

Die deutlichen Beweise sind zehn leere Flaschen Wein…/
Ein Aufruf zur Solidarität!

Aufruf als pdf:  AufrufzurSolidarität_dt_final

2. November 2015, 11h Justizpalast Mailand: Prozess gegen einen Genossen aus Frankfurt/Main wegen EXPO Mailand

++++ Wichtig, es kann sein, dass sich bezüglich des Verhandlungstermins noch kurzfristig Sachen ändern ++++ Aktuelle Infos findet ihr auf der Website der Roten Hilfe Frankfurt +++

Mailand, der 27te April, halb fünf morgens. Es kracht an mehreren Wohnungstüren: Die politische Polizei durchsucht und räumt mehrere besetzte Wohnungen sowie das Nachbarschaftszentrum im Stadtteil Giambellino. Es ist die Woche vor dem ersten Mai, für diesen sind große Proteste gegen die Eröffnung der Expo und die daraus folgenden verheerenden sozialen Auswirkungen in Mailand geplant. Die Stimmung ist angespannt, seit Wochen hetzen Politik und Presse gegen die Proteste: diese seien eine Gefahr für die öffentliche Ordnung. Und so werden alle Personen aus den Wohnungen auf die Polizeistation verschleppt. Es ist ein bunter, internationaler Haufen des Widerstands, insgesamt über 25 Personen. Nicht, dass wir uns um Nationalitäten scheren würden, doch die Bullen nennen diejenigen von uns, deren Pässe sie finden, Franzosen, Deutsche und Italiener. Ein willkommener Anlass, schließlich warnt die hysterische Presse seit Wochen vor dem internationalen schwarzen Block. Wir kennen das, bei Blockupy in Frankfurt waren es >>die Italiener<< oder >>die Franzosen<<, je nachdem. Um Angst zu streuen braucht man den äußeren Feind, und dieser scheint nun gefunden – in den seit Jahren besetzten Wohnungen fanden sich immerhin Materialien, um sich vor Tränengas zu schützen.

Dann stellt sich heraus, die vier Deutschen kommen aus Frankfurt – gab es da doch erst vor wenigen Wochen, am 18. März, mit Blockupy Aktionen und Ausschreitungen gegen das Austeritätsregime und kapitalistische Krisenpolitik. Das waren die! Doch am Ende des Tages hat die „Antiterror-Operation“ bescheidenen Erfolg: Masken, Werkzeug und Transparente sind die Ausbeute von massenhaften Hausdurchsuchungen. Das langt niemals für eine gute Geschichte. Also was tun: In der Nähe findet die politische Polizei ein deutsches Auto, welches kurzerhand aufgebrochen wird. Im Kofferraum befindet sich, was in ein gutes deutsches Auto gehört: Pannenzeug, Wanderstöcke und natürlich ein Ersatzkanister. Zusammen mit den Saft- und Wasserflaschen der Fahrt und etwas Klopapier ergibt das alles Molotovcocktails. In der Phantasie der Polizei jedenfalls. Das kann man der Presse präsentieren. Man kann jemand dafür verantwortlich machen. Und so werden alle bis auf einen Genossen aus Frankfurt/M entlassen – der aber geht für eine Woche in Untersuchungshaft. Irgendwer muss es ja sein.

Zu den Protesten gegen die Eröffnung der Expo am ersten Mai sind zahlreiche Aktivist*innen gekommen, aus allen Himmelsrichtungen, aus allen Widerstandsspektren, auch aus Frankfurt: Denn alle sind gekommen, um gemeinsam gegen Kapitalismus und Unterdrückung zu demonstrieren. Wir lassen uns nicht von dem staatlichen System der Ausbeutung vorschreiben, was wir zu tun oder zu lassen haben. Wir wissen, jeder Widerstand gegen die herrschende Ordnung ist den Herrschenden ein Dorn im Auge. Und wir sind gerne das Salz in der Wunde.

Natürlich versuchen sie alles, um uns von unseren Überzeugungen ab zu bringen, natürlich bringen sie alle präventiven und repressiven Maßnahmen gegen uns in Stellung. Dem setzen wir unsere Solidarität, unseren Widerstand, unsere Kreativität entgegen. Der bleiernen Schwere der Knäste und Gerichtssäle begegnen wir mit der Liebe unserer Freundschaft, mit unserem Lachen und dem Wissen, auf der richtigen Seite zu stehen.

Für Montag, den 2ten November um 11 Uhr ist der Prozess gegen den festgenommenen Genossen aus Frankfurt geplant. Die Gerichtsverhandlung findet im Justizpalast von Mailand in der Via Freguglia im ersten Stock, Gerichtssaal H statt. Alle sind herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam den Prozess zu besuchen und der italienischen Justiz auf die Finger zu schauen.

Des weiteren stehen noch mehr Prozesse gegen die am ersten Mai festgenommene Demonstrant*innen aus, auch hier ist politische Solidarität gefragt.
Solidarität kennt keine Farben!
Solidarität kennt keine Grenzen!
Solidarität ist eine Waffe!

Wenn ihr Geld für den Prozess spenden wollt, die Rote Hilfe Frankfurt sammelt unter dem Stichwort „Mailand“ Geld auf ihrem Konto:
Rote Hilfe Frankfurt/ IBAN: DE24 4306 0967 4007 2383 90/ BIC: GENODEM1GLS
Konto: 4007238390/ BLZ: 43060967 GLS-Bank/ Stichwort: Mailand

**Unterstützer_innnen: AG Antirepression Frankfurt, akj arbeitskreis

kritischer jurist_innen / AK Recht, Aktionsgruppe für den Aufbau der 3. Reihe, Antifa Kritik und Klassenkampf, Autonome Aktivist*innen, Bunte Hilfe Darmstadt, Fantifa Frankurt, [iL*] Interventionistische Linke Frankfurt, krisengruppe, kritik&praxis – radikale Linke[f]rankfurt, noborder ffm, NoTroika / Blockupy Frankfurt, Redaktion linksnavigator.de, Rote Hilfe Ffm, Schüler*innengruppe, Siempre*Antifa Frankfurt, turn*left ffm, LiLi Linke Liste (Uni-Hochschulgruppe) und diverse Aktivistin*innen des Häuserkampfes und gegen die Prekarisierung, sowie gewerkschaftliche Aktivistin*innen aus FAU, ver.di und GEW**

 

Gegen den „Tag der deutschen Einheit“ 2. und 3. Oktober 2015 in Frankfurt/M.

Am 30. September 20gegen_den_TagDerDeutschenEinheit-300x20515 gibt es um 19 Uhr eine Vollversammlung im Cafe Exzess Frankfurt zur Information zu den Veranstaltungen gegen den „Tag der deutschen Einheit“

http://www.grenzenueberwinden.de/

“Widerstand Ost/West” – Läuft nicht! Kommt am 20. Juni 2015 nach Frankfurt!

Plakat_20.6

facebook.com/nopegidaffm

Aufruf von:
AntifaKritik und Klassenkampf, AntifaschistischeGruppe    Frankfurt, AutonomesFrauen*LesbenReferat, Interventionalistische Linke ffm, Kritik und Praxis ffm, NoBorder ffm, turn*left, fantifa.frankfurt

Für den 20.Juni 2015 mobilisiert der “Widerstand Ost/West” zu einer Demonstration nach Frankfurt am Main. Sie phantasieren sich für diesen Tag eine Großdemonstration aller deutschen Patrioten durch die Frankfurter Innenstadt herbei. Doch eins ist klar: Das wird nix!…

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Project Shelter Demo // Samstag 13.6.
// 15 Uhr // Start: Hauptbahnhof Frankfurt

Wir untersützen die Demo von Project Shelter und dokumentieren hier den Aufruf.

– Für ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum!
– Für ein solidarisches Miteinander!
– Gegen Rassismus und Ausgrenzung!

Über Monate hinweg haben solidarische Menschen in der Region Frankfurt obdachlosen Migrant*innen Unterkunft gewährt. …..

weiterlesenAm 28.02.2016 -zwei Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg- soll erneut, nämlich zum 8. mal die reaktionäre „Demo für Alle“ in Stuttgart stattfinden.


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